Der Sommer ist da!

Hallo ihr Lieben,

mal wieder ein Eintrag meinerseits, da ihr mir durch eure unzähligen Kommentare zeigt, dass mein Mist auch gelesen wird :P (ja, dies war ein Wink mit dem Zaunpfahl ;) )

Also, hier in Nelson hat sich der Sommer nun eingefunden und tagsüber ist es immer um die 23 Grad, blauer Himmel und Sonne satt. Nur gut, dass ich relativ viel zu arbeiten habe und mir so keine Sorgen machen muss, dass ich mich in der Mittagssonne verbrenne.

Apropos Arbeit. Derzeit arbeiten wir an einem Modul (Buchhaltung) eines riesigen Projektes für das größte australische Bauunternehmen im Bereich Immobilienbau. Dadurch kann ich sehr viele Erfahrungen in der Mitarbeit an Großprojekten sammeln und erlebe zurzeit die Vorbereitungsphase für die Programmierung – es wird also definiert, was das Programm leisten soll. Es ist sehr interessant, weshalb die Arbeitstage wie im Fluge vergehen.

Das Wochenende habe ich damit verbracht am Strand zu liegen, ein BBQ am Pool eines Freundes zu genießen und mich beim Beachvolleyball auszupowern. Insgesamt also eher die Sonne genossen und ein wenig entspannt.

Es gibt auch etwas Neues und zwar habe ich mich soeben für ein Mountainbike Rennen hier in Nelson angemeldet. Dabei handelt es sich um das Coppermine Epic, einem 40km Rennen mit netten Anstiegen. Es könnte etwas technisch werden, aber ich denke damit komme ich schon klar. Dies ist auf jeden Fall ein guter Start in die Mountainbike Saison 2012, die mich vermutlich Ende April auch wieder an den Gardasee führen wird.

So, diesmal ist der Eintrag kürzer geworden und Fotos gibt es auch grade keine besonderen – ich bemühe mich natürlich weiterhin ;)

Cheers,
Sören

Silvester im Sommer … doch wo war die Sonne?!

Hallo und ein frohes neues Jahr euch allen!

Mein erstes Silvester zur Sommerzeit habe ich wie angekündigt in Gisborne auf dem Rhythm and Vines Festival verbracht. Es waren anstrengende Tage, da nicht viel geschlafen, dafür viel gefeiert wurde. Leider war auch das Wetter alles andere als gut, sodass wir lediglich am Donnerstag, kurz nach Ankunft, die Möglichkeit hatten ein wenig Sonne zu tanken. Die restlichen Tage waren eher verregnet und grade Silvester entwickelte sich vor den Bühnen somit zu einer kleinen aber feinen Schlammschlacht. Doch diese habe ich gut überlebt und ein unvergessliches Silvester gehabt. Und das campen inmitten von Weinreben hat auch bei schlechten Wetter seinen Scharm! Alles in allem kann ich das Festival empfehlen und würde (trotz des hohen Preises) gerne wieder dorthin.

Aus New Zealand – Trip on the Northern Island

Nach dem Festival, also im neuen Jahr, ging die Reise für uns dann weiter. Wir fuhren am 01.01.2012 mit dem Auto in Richtung Norden und zwar durch die Weioeka Gorge – das ist eine Straße, die direkt neben einem Fluss in die umliegenden Berge “gebaut” wurde. Dementsprechend ist die Landschaft traumhaft, allerdings aufgrund des massiven Regens gab es auch schon die ersten Erdrutsche, welche die Fahrbahn teilweise blockierten. Hier hatten wir noch Glück, denn circa 1 Stunde nach uns wurde die ganze Straße gesperrt. Unser Glück blieb uns nicht hold, dann wir steckten plötzlich aufgrund einer gesperrten Brücke in dem kleinen Maori-Ort “Opotiki” fest – mit mehreren tausend anderen Festival Besuchern.

Aus New Zealand – Trip on the Northern Island

Zimmer gab es schon nicht mehr als wir ankamen, daher nutzen wir die Zeit erstmal um uns zu stärken. Später half uns dann die typische neuseeländische Gastfreundschaft. Eine leicht angetrunkene Frau mittleren Alters lud uns in die Wohnung von sich und ihrer Freundin ein, welche noch in der Kneipe war (es war ja auch schon etwa drei Uhr Nachmittags ;) ). Hier bekamen wir fünf ein geräumiges Zimmer mit eigenem Bad und sogar einen Haustürschlüssel – das nenn ich mal Glück im Unglück.

Unsere Reise setzten wir am folgenden Tag fort und fuhren an weiteren gesperrten Straßen vorbei. Ich glaube das Unwetter hat es auch nach Deutschland in die Nachrichten geschafft. Unsere Reise endete in Thames, wo wir zwei Nächte blieben. Wir besuchten den Hot Water Beach – ein Strand, an dem man einen natürlichen Pool bauen kann, da es dort heiße Quellen gibt, die wenige Zentimeter unter der Oberfläche so heiß sind, dass sie mit Meerwasser gemischt werden müssen – Sachen gibt’s.
Außerdem haben wir die Cathedral Cove besucht, welche schon Schauplatz in diversen Filmen war. Die Cove ist ein natürliches “Loch” im Fels, das zwei Strände miteinander verbindet. Auch hier hatten wir Glück, da diese erst sei zwei Wochen wieder geöffnet war – vorher sind wohl einige Brocken abgestürzt.

Aus New Zealand – Trip on the Northern Island

Da es zeitlich eng wurde beschlossen wir das Northland (also Auckland und alles nördlich davon) auszulassen und begaben uns in Richtung Te Kuiti. Norman und Brit verlängerten ihre Reise und verließen uns in Richtung Auckland, sodass wir nur noch zu dritt weiter fuhren. Bei Te Kuiti sind die Waitomo Caves, die wir besuchten um dort eine Höhlenwanderung zu unternehmen inklusive Wetsuite und Gummireifen-Fahrt. Es war ziemlich interessant, vor allem als alle die Lichter ausgemacht haben und die Glühwürmchen geleuchtet haben – über die weiß ich jetzt auch alles ;)

Nach der mehr oder weniger anstrengenden Tour fuhren wir weiter Richtung Südwesten. Wir nutzten den “Lost World Highway”, welcher durch wirklich verlassenes Land führt. Er ist gespickt mit einspurigen Brücken, einem relativ langen einspurigen Tunnel und einem Haufen Kurven. Kurven fahren lernt man hier generell auf den “Autobahnen”, welche führ deutsche Verhältnisse eher schlechte Landstraßen sind, ausgesprochen gut. Ein Teil der Strecke war sogar geschottert, aber wir hatten ja ein Allrad Fahrzeug.

Aus New Zealand – Trip on the Northern Island

Unser Ziel war der Mount Taranaki, der einsame Berg. Dies ist ein einzelner Vulkan um den kreisförmig ein Nationalpark aufgebaut ist. Diesen Berg sah ich schon am Anfang meiner Reise aus dem Flugzeug und war fasziniert. Hier machten wir nach einem Museumsbesuch zwei kleinere Wanderungen am Fußes des Berges.

Aus New Zealand – Trip on the Northern Island

Weiter ging es Richtung Whanganui. Hier sind wir allerdings nur durchgefahren zu unserem Campingplatz direkt am Meer in Turanaki Beach. Ich glaube von allen Zeltplätzen war das einer der tollsten, da die Lage ideal war – außerdem kostete er für 3 Leute mit einem Auto und 2 Zelten nur $10 :D

Aus New Zealand – Trip on the Northern Island

Am nächsten und letzten vollen Tag unserer Reise ging es als erstes durch Palmerston North, vorbei an dem größten Windkraftpark Neuseelands zur TUI Brauerei. Ich war Fahrer, daher beschränkte ich mich auf das Museum und einen Kaffee, doch die “Bier-Latte” mit den sechs verschiedenen Biersorten wurde von Tobi mit ein wenig Hilfe von Peter dennoch geleert – es war ja auch schon fast 12… ;)
Weiter ging es in Richtung Süden. Wir fuhren über den “Classic Vine Highway” und erhofften uns dort unzählige Weinberge o.ä.. Insgesamt war der Highway aber eher eine landschaftliche Enttäuschung. Er führte uns allerdings an einem Wildpark vorbei, in dem wir dann endlich zum ersten Mal Kiwis sehen konnten! Diese kleinen, fast Runden Vögel sind nicht unbedingt die intelligentesten Tiere … sie irren umher und stochern mit ihrem langen Schnabel im Boden rum – aber ist lustig anzusehen.

Die letzte Nacht wollten wir mit wildcampen verbringen und fanden nach einer kurzen Suche auch einen tollen Platz. Allerdings schien er im Überflutungsgebiet eines Sees gelegen zu haben und da es schon geregnet hat sind wir dann doch weitergefahren. Das war auch ganz gut, denn der Regen hörte nicht auf und wir waren froh auf einem richtigen Campingplatz wenigstens die Küche als trockenen Platz für unseren Abschlussabend gehabt zu haben.

Auch am Sonntag hat es den ganzen Tag geregnet, weshalb wir in Petone nochmals im Settler-Museum und in Wellington im Te Papa vorbeischauten. Ich kannte ja schon beide Museen, aber dennoch war es eine gute Ablenkung von dem richtig schlechten Wetter. Zu dem Regen kamen noch die typischen Stürme Wellingtons zu, sodass sogar unser Kofferwagen am Flughafen mit drei Backpacker-Rucksäcken die Biege machen wollte.
Entsprechend holperig war auch der Rückflug mit Nullsicht und Luftlöchern.

Insgesamt war es eine tolle Reise und wir haben verdammt viel erlebt. Ich bin jetzt natürlich gespannt auf die Südinsel, die ich dann mit Meike besichtigen werde. Vielleicht komme ich ja auch nochmal nach Auckland und hoch ins Northland – wir werden sehen.

Die erste Woche in Nelson habe ich auch gut überlebt. Ich arbeite seit Montag wieder und zur Zeit schreiben wir eine Softwarespezifikation für ein Großprojekt – das ist wirklich interessant und bringt mir viel Erfahrung, daher bin ich sehr zufrieden.

Übrigens, einige Bilder des Trips über die Nordinsel habe ich in das Album geschmissen :)
Cheers!

Weihnachten und so!

So liebe Leute, frohe Weihnachten!

Mein Weihnachten war wunderbar!
Nachdem wir Wellington verlassen haben sind wir in National Park Village in der Nähe vom Mount Tongariro gelandet. Dort haben wir zwei Nächte verbracht und zwischendurch das Tongariro-Crossing gemacht. Dies ist eine Wanderung komplett durch ein alpines Gebirge.
Ich bin mit Peter sogar auf den Vulkan Ngauruhoe auf 2291 Meter Höhe geklettert. Das besondere an einem Vulkan ist, dass er einfach so aus dem Geländer hoch schießt – daher war es eine sehr besondere Aktion.

Am Heiligabend sind wir alle aufgebrochen um eine Mountainbike-Tour durchzuführen. Es war natürlich meine Idee, aber im Nachhinein haben alle bestätigt, dass es eine tolle Sache war. Es war eine angenehme Tour und ich konnte mein Weihnachtsgeschenk – eine GoPro Aktionkamera – sehr gut ausnutzen.
Anschließend haben wir noch ein wenig Crossgolf gespielt und als Weihnachtsessen haben wir ein wunderbares BBQ am Taupo See genossen – auch eine Idee meinerseits ;)

Aktuell sind wir in Rotorua, der Maori-Hauptstadt und werden mal schauen, was die “Ureinwohner” Neuseelands so gemacht haben – vermutlich werden wir auch an einem traditionellen Abendessen teilnehmen.

Anschließend wird es dann in Richtung Hastings gehen, da dort ein Wasserpark ist und anschließend geht es natürlich nach Gisborne zum Rhythm and Vines Festival!

Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten!
Bilder gibt es, wenn ich wieder zurück bin.

Viele Grüße
Sören

Wellington, Petone & Belmont Regional Park

Seit Freitag dem 16.12. bin ich nun in Wellington, oder besser gesagt in Petone, einem Vorort im Hutts Valley.

Freitags war quasi Jahresabschluss von der Firma, in der ich mein Praktikum mache. Wir waren in einem Restaurant, haben Lamm und Chicken Wings gegessen und anschließend noch ein wenig gefeiert.
Es war ein toller Abschluss für ein tolles (halbes) Jahr!

Samstag begann dann sozusagen mein Urlaub auf der Nordinsel. Den Samstag habe ich dazu genutzt bei lausigem Wetter Petone zu erkunden. Unter anderem war ich im Settlers Museum, das die gesamte Besiedelungsgeschichte Neuseelands beinhaltet. Die Bucht, in der Wellington liegt, wurde zwar nicht zuerst entdeckt, aber zuerst besiedelt – und zwar hier in Petone.
Außerdem ist oder war Petone ein Industriezentrum für Wellington, was man an den vielen Betrieben rund um die Autoindustrie gut erkennen kann. Petone ist insgesamt ein kleiner Vorort mit ein paar interessanten Sachen, aber als ein “must seen” würde ich es nicht bezeichnen ;)

Aus New Zealand – Trip on the Northern Island

Den Sonntag habe ich genutzt um mir die Hauptstadt Neuseelands anzusehen. Nachdem ich einen Bus in die Stadt gefunden hatte (die Bahn hatte natürlich unbedingt dieses Wochenende Wartungsarbeiten…) habe ich mir erstmal die Einkaufsstraßen und die Stadt selbst angeschaut. Wellington sagt von sich selbst, es ist die coolste kleine Hauptstadt der Welt und ich denke, diese Aussage fasst es gut zusammen. Es ist eine schöne Stadt, die an sich ziemlich klein ist :)
Außerdem habe ich mir das Te Papa angesehen. Dies ist das Nationalmuseum von Neuseeland. Auf vier Etagen (bzw. 6, wobei die unterste einen Shop und Café beinhaltet und die sechste eine Galerie ist) gibt es Ausstellungen zu verschiedenen Themen. Es gibt viel interessantes zum Ursprung Neuseelands und über die Maoris. Derzeit gibt es eine Ausstellung zum Thema Erdbeben, die einem einen Einblick in die Schichten der Erde gibt und wie Erdbeben entstehen und so weiter. Außerdem gab es einen Bereich über den gesamten Pazifik, also über die verschiedenen Inseln, wie Fiji, Samoa oder Tonga. Das Te Papa ist ein riesiges Museum und definitiv einen Besuch wert!

Aus New Zealand – Trip on the Northern Island

Am heutigen Montag habe ich eine Wanderung unternommen. Im Belmont Regional Park bin ich die “Puke Ariki Traverse” gewählt, welche auf einer Länge von circa 24 Kilometern den gesamten Regionalpark durchquert. Laut Plan waren 7-8 Stunden anstrengende Wanderung angesagt. Ich habe es irgendwie in etwa 5 Stunden geschafft obwohl ich nichts abgekürzt habe oder so. Anstrengend war der Weg allerdings und es war verdammt windig und dadurch kühl, wodurch ich wenige Pausen gemacht habe. Es war ein toller Weg durch den neuseeländischen Busch, über eine riesige Scharf und Kuhfarm und anschließend nochmals durch den Busch und einen Fluss…

Aus New Zealand – Trip on the Northern Island

So, morgen kommen dann auch schon Brit, Norman, Tobi und Peter. Dann wird sich Wellington nochmals angeschaut und Dienstag geht die Tour über die Nordinsel weiter.
Das Ziel für Weihnachten: Ein BBQ am größten See Neuseelands, dem Lake Taupo im Zentrum der Nordinsel.

Achso, ich habe ein neues Fotoalbum für die Nordinsel angelegt, welches ihr unter diesem Link erreichen könnt – oder auf der Neuseeland-Bilder-Seite :)

Cheers und schonmal frohes Weihnachtsfest!

Tolle neue Umgebung …

… diese Überschrift könnte ich einfach ständig verwenden.

Ich war in letzter Zeit mal wieder recht viel unterwegs.

Mit meinen Mitbewohnern bin ich in die Richmond Ranges gefahren um dort zu wandern. Genauer gesagt wollten wir zu den Whispering Falls, eine Reihe von kleineren verteilten Wasserfällen, die tatsächlich nur “flüstern”. Zumindest eigentlich … wir haben uns einen schönen Tag ausgesucht und es begann zu Regnen.
Daher war der Fluss, der die Wasserfälle speißt, gut gefüllt und die vielen “Fällchen” boten uns eine tolle Show.

Aus New Zealand

Außerdem war ich mal wieder mit dem Mountainbike unterwegs!
Gemeinsam mit Ollie, meinem Mitbewoner und scheinbar einer der besten Cross Country Fahrer Neuseelands, bin ich in den Nationalpark “Nelson Lakes” gefahren, welcher circa 80 Kilometer südlich von Nelson liegt.
Der Plan war, den See Lake Rotoiti zu umrunden. Es war ein toller Tag, allerdings war plötzlich die Strecke für Mountainbiker verboten … das war zwar ein interessanter Aspekt, aber noch kein Hindernis. Es sollte sich allerdings herausstellen, dass der Track wohl gesperrt war, da er absolut nicht befahrbar war.
Naja, wir haben unsere Bikes dann in den Wald abgelegt und sind ein Stück weiter gewandert. Nachdem wir umgekehrt sind und unsere Bikes geholt haben sind wir anschließend etwas abseits vom See noch ein paar schöne Touren gefahren. Insgesamt waren wir etwa vier Stunden unterwegs und es war eine schöne Tour.

Aus New Zealand

Die letzten zwei Tage hat es nur geregnet, daher gab es hier eine mehr oder weniger große Katastrophe.
Aus Lemgo kenne ich das ja schon recht gut, daher war es für mich nichts besonderes, aber hier ist das wohl schon was Neues, zumindest war es wohl der schlimmste Regen der letzten 50 Jahre.
Diverse Häuser wurden evakuiert und 15 Straßen waren gesperrt. Ich habe das tolle Wetter genutzt um in Badehose durch die Pfützen zu joggen und mir den menschenleeren Strand anzuschauen – welcher dank Schwemmgut und braunem Wasser nicht so toll war, wie es klingt ;)
Hier ein “kleiner” Artikel zu dem Unwetter: Tales of destruction as flooding sweeps Nelson

Alles halb so schlimm, der Regen lässt grade nach und ich fliege ja am morgigen Freitag sowieso nach Wellington um endlich auch die Nordinsel kennen zu lernen!
Daher wird es den nächsten Eintrag wohl von dort aus geben.

Sören

Die Sommerzeit wurde eingefeiert

Die Woche nach dem Abel Tasman Trip war ziemlich entspannt und am Samstag gab es die erste Poolparty diesen Jahres – oder besser diesen Sommers, denn der hat nun offiziell angefangen.
Wir haben schon um 1 Uhr mittags angefangen – inklusive BBQ und Cocktails selbstverständlich. Abends wurde sich dann kurz frisch gemacht, am Strand in den Dünen ein wenig vorgetrunken und dann zogen wir weiter in die Stadt.

Der Sonntag danach startete leicht verkatert und das Tagesziel war es sich an den Strand zu legen und vielleicht auch das kalte Wasser antesten … Allerdings führte der weg am Liquor Store – dem Alkoholladen.
Schließlich waren wir zu dritt am Strand, haben unser Bier getrunken und als es dann kalt wurde ein Lagerfeuer gemacht. Beides ist hier scheinbar nicht erlaubt :)
Insgesamt war es ein gutes Wochenende mit einem grandiosen Sonntag!

Die Woche verlief wieder normal mit zwei Tagen Fußball, ein wenig joggen, arbeiten und donnerstags abends waren wir nochmal mit mehreren am Strand – was wieder auf ein Feuerchen hinauslief und sich auch zeitlich in die Länge gezogen hat.

Freitags hat ein Teamkollege seinen Geburtstag gefeiert. Das Ganze stand unter dem Motto “Still crazy after all these years”. Daher ging es vorher in die Stadt – gekauft ein super toller Gürtel und anschließend verbrachte ich offensichtlich Stunden beim Friseur ;)
Dazu gab es meine Sonnenbrille und das Resultat seht ihr ja selbst:

Aus New Zealand

Für mich ging es nachts weiter in die Stadt – natürlich mit der Perücke. Wir haben noch ordentlich gefeiert und ich glaube, ich habe ein wenig Aufmerksamkeit erregt.

Am Samstag haben ich dann mit ein paar Mitbewohnern und meinen Vemrietern einen “kleinen” Spaziergang gemacht – das war zumindest der Plan.
Erst haben wir einen riesigen Friedhof angeschaut und anschließend ein wenig Icecream gegessen – dann ging es in das Maitaivalley, wo wir einen Staudamm angucken wollten.
Leider war die Straße teilweise gesperrt, sodass wir einen anderen Weg gegangen sind – dieser führte offensichtlich nicht zum gewünschten Ziel und so “spazierten” wir etwa 4 Stunden durch den neuseeländischen Busch – zum Glück hatte ich meine Wanderschuhe angezogen. Ohne Verpflegung und teilweise ohne richtigen Weg war die Wanderung schon ein Erlebnis der anderen Art, aber mir hat es sehr gefallen.

Abends hieß es dann zum dritten Mal in folge: Feiern gehen. Eine französische Mitbewohnerin hatte ihren letzten Samstag Abend in Neuseeland, daher ging es in die Stadt. Dort bekam ich auch direkt die Bestätigung, dass ich am Vortag aufgefallen bin, da mich eine Bedienung aus dem Elsewhere – eine Elektrodisco – fragte, wo ich denn heute meine Perücke hätte. :)

Der heutige Sonntag ist extrem verregnet, daher habe ich Zeit zum entspannen und werde vermutlich nur ein wenig lesen und surfen.

Cheers
An alle Lemgoer: Kläschen gut überlebt? ;)

Abel Tasman Park und Golden Bay

Nachdem ich nun längere Zeit nichts mehr geschrieben habe, da nicht viel Neues passiert ist und ich meine Zeit mit Arbeit, Fußball, Mountainbiken und dem schönen Strand verbracht habe, gibt es hier mal wieder einen tollen Artikel.

Zu viert planten wir einen Wochenendtrip in den Abel Tasman National Park und an die Golden Bay. Diese Gegenden liegen rund 2-3h von Nelson entfernt, daher haben wir uns ein kleines (ja wirklich sehr kleines) Auto gemietet – einen Toyota Vietz.
Mit diesem Raumwunder ging es dann freitags auf die Straße mit dem Ziel Abel Tasman National Park. Dort angekommen stellten wir den Wagen auf einem Parkplatz in der Nähe von Marahau ab und marschierten in den Jungel.

Vollgepackt mit riesen Rucksäcken, zwei Zelten, genug Verpflegung für eine komplette Bundeswehrkompanie und einer Flasche feinstem Tequilla wanderten wir auf dem High Tide Track entlang toller Buchten durch den Nationalpark. Der Weg war sehr angenehm zu gehen und das Wetter spielte ebenfalls mit.

Aus New Zealand

Unsere Mittagspause verbrachten wir in der Apple Tree Bay mit feinstem Sandstrand und vorbereiteten Pancakes. Nach etwa einer Stunde gingen wir weiter. Nach einem Abstecher zu der traumhaften Bucht Stilwell Bay erreichten wir gegen Abend unser Ziel für die Nacht – die Anchorage Bay.

Dort stellten wir zunächst unsere Zelte auf und konnten endlich unsere Rucksäcke beiseitelegen. Anschließend gab es ein Abendessen mit Nudelsalat und Hähnchen direkt am Strand – ein tolles Erlebnis. Nach einem tollen Sonnenuntergang verbrachten wir de restlichen Abend an einem Lagerfeuer, für das wir vorher noch Holz gehackt haben. Beim Hacken kamen tatsächlich Heimatsgefühle auf ;)

Aus New Zealand

Nachdem das Feuer erloschen war wollten wir noch den Sternenhimmel photographieren. Da meine Kamera mit diesem tollen Anblick nicht klar kam habe ich mich einfach auf den Strand gelegt und hinauf geschaut. Ich
sah hunderte Sterne, mehrere Satelliten und auch 5 Sternschnuppen – es war wirklich überwältigend.

Tag 2

Am nächsten Morgen gab es abermals ein Essen am Strand, bevor wir die Anchorage Bay verließen. Wir wanderten weiter über den Low Tide Track, welcher bei Flut überschwemmt ist, weiter zum Cleopatras Pool. Dies sind mehrere Wasserbecken in einem ziemlich kalten Gebirgsbach. Dennoch zogen wir unsere Badesachen an und holten so die Körperpflege nach, die aufgrund fehlender Duschen mager ausfiel – hehe.
Nach dem Pool ging es dann zurück auf den High Tide Track und schließlich erreichten wir am Nachmittag das Auto wieder.

Wir ließen uns nicht bremsen und machten uns auf den Weg durch das Gebirge in Richtung Takaka. Die Fahrt war sehr kurvig, was allerdings normal ist für Neuseelands Straßen und teilweise hörte ich leichtes Murren von der Rückbank … egal, wir kamen gut an und schlecht wurde auch niemandem :)

In unserem gebuchten Hostel haben wir nur kurz unsere Sachen abgelegt, uns frisch gemacht und sind dann in Windeseile aufgebrochen, da wir zum Sonnenuntergang am Wharariki Beach sein wollten, welcher noch etwa 1,5h weiter im Norden lag. Die letzten 6km der Straße waren eine Schotterpiste, dennoch schafften wir es pünktlich zum Sonnenuntergang. Aber, nicht nur die Zeit musste mitspielen, sondern auch das Wetter – dies hat jedoch den Einsatz verpasst und so hingen leider Wolken vor der Sonne. Naja, so habe ich einen Grund nochmals dort hin zu fahren.

Aus New Zealand

Auf dem Rückweg machten wir einen kurzen Abstecher in das bekannte Mussels Inn, was sich sehr gelohnt hat, da wir uns stärken konnten und dort mehr oder weniger eine Elektroparty mit DJ und allem Drum und Dran stattfand.

Tag 3

Am Sonntag fuhren wir nochmals in den Norden um uns das Farewell Spit anzusehen, die größte Sanddüne Neuseelands und definitiv einen Ausflug wert. Um dorthin zu gelangen wanderten wir direkt durch eine Schaafweide – endlich konnten wir die typischen Einwohner neuseelands hautnah erleben. Sie waren aber etwas scheu … oder lagen da und “schliefen” ;)

Aus New Zealand

Gegen Mittag ging es wieder zurück nach Nelson, da wir unser Auto abgeben mussten. Zwischendurch hielten wir noch im Gebirge an und hatten zum ersten Mal das Gefühl, dass genau an dieser Stelle Szenen aus „Herr der Ringe“ stattgefunden haben könnten. Man konnte die Gefährten oder auch die Orks quasi durch die Landschaft laufen sehen – großartige Natur!

So, das war unser Ausflug übers Wochenende. Wir haben viel erlebt und eine schöne Zeit gehabt – es schreit also alles nach einer Wiederholung! Vielen Dank an meine tollen Mitreisenden!

Ach und ich werde wieder öfter Einträge verfassen – versprochen.
Sören

Weihnachten und Silvester

Ja, Weihnachten und Silvester kommen immer näher.
Anders als in Deutschland wird man hier zwar noch nicht von Weihnachtsmännern und Schokolade im Supermarkt überschüttet, aber vielleicht kommt das ja noch – ich werd es sehn.
Feuerwerk gibt es hier zur Zeit schon zu kaufen, da wohl an einem anderen Tag und grade nicht an Silvester Feuerwerke gemacht werden. Das muss ich nochmal genauer recherchieren, wie das so läuft.
Egal, ich habe – vielleicht das erste Mal in meinem Leben – schon jetzt, anfang November, einen Plan für Silvester!

Wir werden zu fünft die Nordinsel erkunden und fliegen dafür am 20.12. von Nelson in die Hauptstadt Wellington. Dort bleiben wir eine Nacht und wollen uns diese schöne Stadt angucken. Anschließend schnappen wir uns unseren gebuchten Mietwagen und machen einen Roattrip über die Nordinsel mit bisher unbekannter Route. Für Weihnachten, was hier nur am 25. gefeiert wird, haben wir uns überlegt ein Barbecue an einem einsamen Strand/in einer einsamen Bucht zu veranstalten und die Sonne zu genießen.

Was allerdings schon geplant ist, ist der Besuch des Rhythm and Vines Festivals in Gisborne!
Einlass ist hier ab 28.12., daher werden wir zu der Zeit an der Ostküste der Nordinsel sein. Einen kleinen Vorgeschmack liefert dieses Video.

Dort, in Gisborne werden wir dann auch “dem ersten Morgen des neuen Jahres” entgegenfeiern. Und bis auf ein paar kleine Inseln werden wir dort im Osten Neuseelands wohl wirklich die ersten sein, die ins neue Jahr kommen – ich bin gespannt.

Nach dem Festival müssen wir dann natürlich auch wieder zurück, da unser Rückflug aber erst am 8. Januar ist haben wir bis dahin nochmal etwas Zeit die Nordinsel weiter zu erkunden.

Insgesamt freue ich mich schon sehr auf die Nordinsel, das spezielle Weihnachten mit Sonne und Strand anstatt Schnee und Kälte und auf das bisher wohl spektakulärste Silvester.

Ich halte euch auf dem Laufenden :)

Erster Abschluss und Start

Alora!

Die Überschrift sagt es schon, ich habe mit etwas abgeschlossen.
Und zwar habe ich mein erstes größeres Projekt im Praktikum am letzten Donnerstag/Freitag abgeschlossen.
Es handelt sich dabei um ein Projekt für eine Organisation, die Menschen hilft wieder ein geregeltes Leben zu führen, die in ihrer Vergangenheit z.B. misshandelt wurden. Darüber hinaus werden präventive Maßnahmen durchgeführt, wie etwa Schulungen oder Selbstverteidigungskurse.
In diesem Zusammenhang sollte eine Webseite entstehen, die interaktive Videos als Schulungsmatrial anbietet.
Das Ergebnis ist hier zu sehen: www.kidpower.org.nz/hr
Man beachte den vorletzten Aufzählungspunkt ganz unten auf der Startseite ;)

So, neben dem Abschluss gab es auch einen Start.
Die Mountainbike Saison habe ich heute eröffnet und bin mit Antje und Georg etwa 60km in Richtung Mt. Arthur gefahren. Dort haben wir unsere Bikes ausgepackt und sind rund 20-25km durch den Nationalpark gefahren. Es war ein super Tag in einer traumhaften Umgebung. Es ist schwer zu beschreiben, aber es ist eine Mischung aus Lemgoer Wald, Alpen und Feuchtbiotop :D

Aus New Zealand

Wir mussten diverse Flussläufe durchqueren und einige Abfahrten waren gar nicht so einfach.
Im National Park gibt es sehr viele Hütten, in denen Wanderer übernachten können – dort sind Betten, eine Kochstelle und auch Feuerholz vorhanden und frei zur Benutzung – gezahlt wird dafür mit Hilfe von Karten, die man für kleines Geld kaufen kann und dann dort einwerfen sollte.

Aus New Zealand

Wir haben die Upper Gridiron Hütte angeschaut, die oberhalb von dem Hauptweg in eine Felswand integriert war. Dort gab es sogar eine Holiday Schaukel :)
Es war auf jeden Fall eine super Tour, auch wenn das Wetter im Gebirge etwas regnerisch war und ich weiß jetzt schon, dass sich der Kauf des Mountainbikes gelohnt hat!

Labour Day Wochenende

So, am gestrigen Montag war Labour Day.
Dies ist quasi der Tag der Arbeit und somit ein Feiertag ;)

Das war ein guter Grund für eine Campingtour in die Marlborough Sounds zu unternehmen, die etwa 150km östlich von hier liegen. Die Sounds erinnern an Fjorde, sind allerdings ausgewaschene Flusstäler – insgesamt auf jeden Fall eine sehr schöne Kulisse um ein paar Tage Urlaub zu machen.

Unser erstes Ziel war Mistletoe Bay, allerdings war dieses Camp derzeit im Aufbau durch die neuseeländische Army, daher war es dort recht früh laut, es gab keine Küche und auch keine warmen Duschen, was bei dem recht feucht-kühlen Wetter ein gutes Argument war, nach einer Nacht den Platz zu wechseln. Dennoch habe ich dort eine kurze Wanderung unternommen und mich von der faszinierenden Umgebung überzeugen lassen, dass die Sounds sehenswert sind.

Wir sind am Samstag dann weiter in die Buch Momorangi Bay gefahren und hatten dort einen super Campingplatz mit allem was das Herz begehrt. Hier haben wir es bis montags Mittags ausgehalten und haben eine super Zeit mit sportlichen Aktivitäten (Crossgolf, Wandern, Fußball, Kajak fahren) und gemütlichen Grill- und Trinkrunden verbracht.
Zwischendurch waren wir dann am Sonntag Abend in Picton und haben das Rugby Weltmeisterschaftsfinale angeschaut, bei dem Neuseeland Weltmeister wurde – das war schon sehr emotional, auch wenn ich kein Kiwi bin.

An diesem Wochenende habe ich auch den ersten besonderen Vogel gesehen – ein Weka (oder auch Wekaralle).
Dieser Laufvogel hat beispielsweise Entenküken gejagt (wurden von der Army gerettet!) oder aber auch unsere Fressalien gestohlen oder Mülleimer durchsucht. Insgesamt ein merkwürdiger Zeitgenosse, der zeitweise vor der Ausrottung stand – kein Wunder, da er ziemlich angstfrei gegenüber dem Menschen ist.

So, das soll es gewesen sein, hier gibt es nun noch ein paar Bilder. Außerdem hier nochmal der Link zu meinem Album – bitte sagt mir, wenn er nicht geht:
https://picasaweb.google.com/soeren86/NewZealand?authuser=0&feat=directlink

Mistletoe Bay und die Army

Aus New Zealand

Subtropischer Wanderweg in der Momorangi Bay

Aus New Zealand

Momorangi Bay am frühen Morgen

Aus New Zealand

Einer der vielen Weka Vögel

Aus New Zealand